Céline Rudolph (* 1969 in Berlin) ist eine deutsche Jazz-Sängerin.
Rudolph studierte zunächst Rhetorik und Philosophie, dann von 1991 bis 1997 Jazzgesang und Komposition an der Hochschule der Künste Berlin bei
David Friedman,
Jerry Granelli, Kirk Nurock sowie
Catherine Gayer (klassischer Gesang).
1990 gründete sie zusammen mit dem Pianisten Volker Kottenhahn, dem Bassisten Dirk Strakhof und dem Schlagzeuger Johannes Bockholt ihre erste Band
Out of Print, mit der sie zwei Alben einspielte und Tourneen durch den Balkan und Afrika unternahm. In der Folge arbeitete sie mit Musikern wie
Bob Moses, Anthony Cox,
Marc Ducret und
Gary Peacock. 1995 studierte sie bei dem afrikanischen Perkussionisten Famoudou Konaté.
Ende der 1990er Jahre übersiedelte sie nach Köln, wo sie im Duo mit Christian Thomé auftrat. Mit der Gruppe
Fábula gewann sie 2001 den Preis
JazzArt – Musik des 21. Jahrhunderts und im gleichen Jahr mit der Gruppe
Mosaïq den Wettbewerb der
Szene Nordrhein-Westfalen bei den
Leverkusener Jazztagen. Daneben arbeitete sie mit
Lauren Newton, Gabriele Hasler,
Bobby McFerrin,
Lee Konitz,
David Friedman und dem United Women’s Orchestra. Sie wirkte auch in Crossover-Projekten mit wie der Bearbeitung von
Arnold Schönbergs
Pierrot Lunaire durch Peter Fulda, der Rundfunkproduktion
Barock meets Jazz mit
Gérard Lesne und der Einspielung von
Moritz Eggerts Komposition
Wide Unclasp.
Seit 2003 ist sie Professorin für Jazz-, Rock- und Pop-Gesang an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber in Dresden. 2004 wurden ihre Kompositionen bei der
Kölner Triennale vom
Cologne Contemporary Jazz Orchestra aufgeführt.
2010 wird Céline Rudolph für ihre in Brasilien produzierte CD „Metamorflores“ (enja records) mit dem ECHO Jazz (German Jazz Award) als „Beste Sängerin National 2010“ ausgezeichnet.